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Für Züchter, Pferdebesitzer und interessiertes Fachpublikum hat das Freispringchampionat gleichermaßen eine große Bedeutung: Dort werden traditionellerweise nicht nur die angehende Springcracks vorgestellt, sondern auch eine einzigartige Bühne geboten, wo man Parcourshoffnungen erspähen und kaufen kann.

 

 

 

So zählen unter anderem Juvina v. Cassini I, Castella v. Cento oder Kuba v. Landor S zu den ehemaligen prämierten Youngsters, die ihre so erfolgsgeprägte Karriere beim österreichischen Freispringchampionat begonnen haben und nun als Aushängeschilder den A-Brand im Sport repräsentieren.

Als kompetente Jury konnten heuer die beiden renommierten Springreiter Thomas Metzger und Alexander Wimmer engagiert werden. Beide zählen als erfolgreiche Pferdemänner, die nicht nur selbst bis in die höchste Klasse geritten sind, sondern auch in Sachen Ausbildung und Zucht als Koryphäen gelten. Und so wählten sie in den Altersklassen der zwei-, drei- und vierjährigen Pferden die würdigen Sieger heraus.
 

Impressionen vom Freispringchampionat


 

 

Abrek stellte die Siegerstute der vierjährigen Jungpferde

„Wirklich erfreulich was wir hier gesehen haben. Die Stute ist stets nach vorne orientiert, spitzt die Ohren und ist ein moderner Sportpferdetyp, den man sich heutzutage wünscht. Je höher die Ansprüche werden, desto leistungsbereiter wird sie.“, mit diesen lobenden Worten wurde Lara, die Championesse der Vierjährigen, vom Richterkollegium beschrieben. Sie stammt aus der Zucht von Mag. Christian Aschauer (Gföhl) und verspricht mit ihrem Pedigree bestes Springblut: Ihr Vater ist der in Österreich stationierte Abrek, der aktuell mit seiner Tochter Celine d´Abrek für Schlagzeilen sorgte und im nächsten Jahr seinen 30. Geburtstag feiern wird. Ihre Mutter ist Luciana, die auf Landsberg (Landgraf I) und Lachs (Lateran) zurückgeht.

 

So sehen Sieger aus - Lara von Abrek:

 

Doppelt erfolgreich war mit dem Reservesieg und dem dritten Platz Bernd Veits (Micheldorf), der als Besitzer von Arci nach Attaché Luc AH-Landinos M und Apolina nach Apollo 2-Radetzky auftrumpfte. Arci ist ein Schimmelwallach mit toller Technik und ansprechender Manier. Seine Mutter Ehrenkrone von Landinos-M hat mit Apollo 2 und der zweifachen Freispringchampionatssiegerin Einfach Esprit schon zwei überaus erfolgreiche Nachkommen zur Welt gebracht und verspricht somit leistungsbereites Interieur.


Hochplatziert mal zwei: Familie Veits am zweiten und dritten Rang

 

Vorjahressieg wiederholt! Cissé brillierte bei den Dreijährigen

Ein besondere Auslese gab es bei den dreijährigen Pferden zu sehen, wo man gestaffelt die Qualität der österreichischen Warmblüter bewundern konnte. Am Ende trumpfte ein muskulöser Hengst besonders hervor. Das Tragen der Schärpe und das Präsentieren in der begehrten Siegerdecke hatte er bereits im letzten Jahr gekonnt beherrscht und so folgte nach dem Triumph im Vorjahr die markante Titelverteidigung in der heurigen Saison: Der Clinton II-Sohn Cissé, ein vielversprechendes Zuchtprodukt aus dem Hause Großholzner (Bad Hall), überzeugte von Beginn an und dominierte mit den erstklassigen Noten als großer Sieger. Keck in grauer Jacke gehüllt und mit vier weißen Stiefeln versehen flog er mit viel Vermögen ausgestattet über die Freispringgasse der Stadlinger Halle und entzückte Besitzer, Richter und Publikum auf besondere Art. Seine Mutter ist Jacaranda, die Insider schon als Tochter von Juvina kennen. Juvina gilt aktuell als das beste ÖWB-Pferd überhaupt und wurde nach ihren Erfolgen bis Fünf-Sterne-Niveau nach Amerika verkauft. Jacarandas Vater ist der Fuchshengst Classic, den Christian Großholzner ebenfalls selbstgezogen hat.

Als schicker Typ mit schwarzer Jacke kann der Reservesieger beschrieben werden: Der Black Jack-Balou du Rouet-Sohn hört auf den Namen Ben Hardy, stammt aus der Zucht von Peter Heschl (Fehring) und steht  im Besitz von Hans Heschl (Kapfenstein). Beim genauen Blick auf die Abstammung taucht in der Vaterlinie Cornet Obolensky und der Vollblüter Heraldik xx auf. Aus österreichischer Sicht fast interessanter ist die Mutterlinie, die einen durchaus bekannten Stutenstamm hat: Die Mutter Fleur du Balou ist eine Tochter von Fee und Enkelin von Finesse, die unter dem Steirer Markus Saurugg hocherfolgreich im Sport gegangen waren.

Zu begeistern wusste auch die auf Rang drei platzierte Feliz (Z. & B.: Mag. Sabine Egger, Haiming). Als Tochter von Camparino, einem Sohn des Chello I und Caretino, verfügte die Stute über einen ansehnlichen Sprungablauf und eine phänomenale Hinterhand, worauf die Richter bei der Technik die Höchstnote von 9,2 Punkten zückten.


Er kam als Vorjahressieger und ging als frischgekürter Champion: Cissé v. Clinton


 

Bei den Zweijährigen siegte Marisol

Aus der Zucht von Dr. Franz Hummer-Niedermayr (Schwanenstadt) kommt der Sieger der zweijährigen Springpferde. In allen drei Kategorien – Technik, Vermögen und Leistungsbereitschaft – erhielt die Cayado-Calgary-Tochter die besten Benotung und führte zu Recht das Feld an. Zum Reservesieger kürte sich Fire PZW, wie der Name verrät ein Zuchtprodukt von Josef Wessely (Horitschon). Der braune Hengst ist ein direkter Nachkomme von Fire van de Heffinck und stammt aus Classic Touch nach Cordial Medoc.
Nur knapp dahinter sicherte sich Cornet´s Cloud (Z. & B.: Stephanie Schaden, Admont) den dritten Rang. Seine Ahnentafel geht auf Colestus (Cornet Obolensky) und Faustus Fellini zurück.

 

Die Qualität und Zufriedenheit steigt

Wahren Grund zufrieden zu sein hatten die beiden Veranstalter Wolfgang Stürzlinger und Christian Großholzner, die in Stadl-Paura bereits zum elften Mal das Freispringchampionat organisierten. „Die Qualität der Pferde war heuer enorm gut – da brauchen sich die österreichischen Züchter mit ihren Zuchtprodukte sicherlich nicht verstecken. Wir freuen uns auch auf die jahrelange Zusammenarbeit mit den Firmen Fixkraft und Alpenspan, die eine Veranstaltung in der Größenordnung erst möglich machen.“

 

Alle Ergebnisse im Detail werden auf www.pferdezucht-austria.at veröffentlicht

 

 

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