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Sungold-Sohn ist österreichischer HLP-Sieger...

 

Der diesjährige Abschlusstest der österreichischen Hengstleistungsprüfung ging am 12. und 13. September mit insgesamt acht Junghengsten über die Bühne. Sieben von ihnen schafften die notwendige Wertnote für einen positiven Abschluss. Siegreich war mit 8,65 Punkten Sternwanderer (Z. & B.: Anna & Erich Haas, Stanz i. M.), ein erst drei Jahre alter, in Oldenburg gezogener Sohn des Sungold x Grannox x Caprilli.

Mit einem satten Vorsprung holte sich bei der HLP in Stadl-Paura der Oldenburger Sternwanderer den Sieg. Der großrahmige Rappe, der mit Sungold (v. Sandro Hit) einen sehr bewegungsstarken Vater hat und mütterlicherseits auf die eher springbetonte Linie Grannox (v. Grannus) x Carprilli (v. Calypso I) zurückgeht, machte sowohl beim Springen als auch in der Dressur auf sich aufmerksam und bekam die Bestnoten. Herausragend war vor allem sein schwungvoller, sehr bewegungsstarker Galopp, den die Fremdreiter mit einer glatten 10,0 bewerteten. Aber auch sein Interieur, sein unkompliziertes Wesen, machte schlussendlich den Sieg aus, was auch die Richter Ferdinand Croy und Johann Speth bestätigten. Ausbildungsleiter Rudolf Krippl, der nach der Anstellung im vergangenen Jahr nun schon die zweite HLP organisierte, fasste es folgendermaßen zusammen: „Wir haben Sternwanderer vor drei Monaten komplett roh zum Beritt bekommen. Alles was er bis jetzt kann und gelernt hat, kommt vom Pferdezentrum und unserem Team. Er ist wirklich ein 1A-Pferd und hat ein sehr ruhiges, nettes, unkompliziertes Wesen und weiß immer was zu tun ist. Man gibt es ihm einmal vor und er macht es.“ Der Dreijährige steht übrigens zum Verkauf und wird bis dato weiterhin in Stadl-Paura stationiert sein.

Der zweitplatzierte, im Jahr 2009 geborene Hengst Fejo (Z.: Manfred Thorwarth, Ort i. I.; B.: Rita Moser, Lamprechten) war der beste in Österreich gezogene Hengst und erhielt eine Gesamtnote von 8,19 Punkten. Seine Abstammung ist mit Fürst Romancier und Fidermark sehr dressurbezogen. Daraus resultiert der sehr gute Dressur- aber der relativ mittelmäßige Springindex.

Rang drei ging mit dem ÖWB-Hengst Meru (Z. & B.: Peter Heschl, Fehring) an ein schickes dreijähriges Springpferd. Er hat mit Montender x Chacco-Blue sehr modernes Springblut in den Adern, bekam aber Abzüge bei den Dressurnoten. Seine Bewertung fiel am Ende auf 8,15 Gesamtpunkte.

 


 

 

 

KOMMENTARE:

Obstlt. Ferdinand Croy:

  „Vor einigen Jahren, als das Pferdezentrum in Stadl-Paura noch staatlich war, war ich selbst Ausbildungsleiter und kenne die Problematik der Vorbereitung für die alljährliche Leistungsprüfung. Es kommt ja innerhalb des 70-Tage-Tests viel auf die noch sehr jungen Pferde zu. Zwischentest, Fremdreitertest, Abschlusstest und dazwischen sollen sie noch etwas lernen. Die Ausbildung wird hier in Stadl-Paura mit viel Einfühlungsvermögen und Ruhe gemacht. Daher muss ich dem Ausbildungschef Rudolf Krippl ein großes Lob aussprechen. Es muss immer Vertrauen in der Ausbildung sein. Die Leute müssen wissen, dass sie ihre Pferde hierher zur Ausbildung stellen können und dass mit ihnen gut umgegangen wird. Und das ist hier sicherlich der Fall.“

 

Ausbildungsleiter Rudolf Krippl

„Ehrlich gesagt können unsere Truppe und ich schon stolz sein, dass die gesamte Hengstleistungsprüfung so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Leider ist ja einer durchgefallen, aber dennoch zeigten sich alle Besitzer, Züchter und Zuschauer durch die Bank zufrieden. Sogar Kritiker gaben positives Feedback. Das freut uns als Ausbildungsteam natürlich besonders. Vor der Abschlussprüfung habe ich die ersten drei – Sternwanderer, Fejo und Meru – an der Spitze gesehen und lag am Ende mit meinem Tipp sogar richtig.“

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