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Austria´s Next Champions - In Stadl-Paura wurden Österreichs Championatssieger gekürt. Hier finden Sie alle Sieger und Champions.


 

NEWS AUS ERSTER HAND:
(Pferdenews.eu war drei Tage lang dabei)

Im weitläufigen Areal des Pferdezentrums Stadl-Paura trafen sich Züchter, Pferdebesitzer, Reiter, Fachpublikum und interessierte Zuschauer zum Österreichischen Bundeschampionat (24.-26.09.). Während dieses leider vom Wetter weniger begünstigten und sehr trüben Wochenendes wurden insgesamt zwölf Titel vergeben und drei Cups entschieden. 

 

 

Im Viereck nicht zu schlagen…
… war zum Einen der fünfjährige braune Hengst Bartlgut´s Duccio (von Dimaggio x Coriograf B), der von Herbert Stanek (Neufeld) gezüchtet wurde, und zum Anderen die sechsjährige Diamond Hit x Lord Liberty-G-Tochter Savannah N (Z: Johann Breinesel, Weistrach). In der ersten Abteilung der 4- bis 5-jährigen Dressurpferde fiel der kompakte Hengst Bartlgut´s Duccio mit seiner Reiteren Ulrike Prunthaller (RC Bartlgut Neuhofen) nicht nur aufgrund seiner raumgreifenden und elastischen Gängen auf, sondern überzeugt auch mit seiner natürlichen Selbsthaltung, was das Richterkollegium mit der Gesamtnote von 8,8 beurteilte (Trab: 9,0; Schr.: 9,0; Gal.: 8,5; Durchl.: 8,5; Ges.Eindr.: 9,0). Das zweite Dressurchampionat galt den 5- bis 6-Jährigen, wo die Dunkelfuchsstute Savannah N (Z: Johann Breinesel, Weistrach) siegreich war. Trotz einem reiterlichen Patzer in der Kür bewerteten die Richter ihre Präsentation als harmonisch und im hohen Maße erfüllt. Die Stute, die von Nina Krasny (RFV Neuhof) geritten wurde, zählte sicherlich nicht zu den größten und imposantesten Erscheinungen der Dressurpferde, aber punktete mit einer überzeugenden Vorstellung, die taktrein wie ein Uhrwerk, gerade und sicher in der Anlehnung war, und der Höchstnote von 8,6 gerecht wurde (Trab: 8,5; Schr.: 8,5; Gal.: 8,5; Durchl.: 8,5; Ges.Eindr.: 9,0).
(c) Pferdenews.eu

 

Sprungkraft, Grundgallopade, deutliches Abfußen am Sprung und passendes Interieur
Diese Attribute sucht man bei den Springpferden, die einmal groß im Sport gehen sollen. Mit Chiara B, einer dunkelbraunen Stute von Alexander der Große aus der Charisma 10 nach Aloube Z (Z: Gabriele Fersti, Ebenfuth), war das beste fünfjährige Springpferd gefunden. In allen drei Teilbewerben über 1,15 Meter blieb die kompakte ÖWB-Stute ohne Fehler und demonstrierte im Parcours ihre Übersicht, hohe Leistungsbereitschaft gepaart mit guten Reflexen und einer wünschenswerten Grundtechnik, was ihr und ihrem Reiter Walter Schellenbauer (RC Racino) die Gesamtnote von 23,4 Punkten (7,3; 8,0; 8,1) brachte. Den Sieg verschenkt hatten einerseits Bernd Veits (RC Pferdezentrum Stadl-Paura) mit seiner vom Typ sehr ansprechenden und kompakten Einfach Esprit (Z: von Werner Schreck, Weiz) von Santander H aus derselben Mutter wie sein gekörter Spitzenhengst Apollo 2, die auf Landinos M zurückgeht: Ein eindeutiger Reiterfehler bei der dreifachen Kombination verursachten zwei Abwürfe, insgesamt 1,00 Punkt Abzug, was das Endergebnis von 22,7 Gesamtpunkte bedeutete, und somit nur den zweiten Platz. Andererseits bedingte ebenfalls ein Reiterfehler bzw. mangelnde Rittigkeit den Absturz der großen Favoritin und der nach den zwei Teilbewerben Führenden Belluna 3 (R: Esther Gmall, URC Ebenhof; Z: Günther Heitzinger, Seewalchen), einer Tochter des Quidam´s Rubin aus Berolina nach Belluno. Leider kam sie an einen Oxer zu dicht heran, konnte einen Vorhandfehler nicht mehr vermeiden und musste Abzüge auf ihr Konto verbuchen, das am Ende nur für den 2. Reservesieg reichte (22,5 Punkte). Bei den sechsjährigen Pferden zogen die besten sechs der drei gerichteten Prüfungen in die Entscheidung ein und stachen nach Fehler und Zeit um den Sieg, den sich die von Ernst Berger (Stadl-Paura) gezüchtete Caretello B-Tochter Deborah 3 aus einer Mutter nach Dietward holte. Pilotiert von Heinz-Jörg Wächter (Sportunion RFV Pferdewirte Lambach) demonstrierte die ehrgeizige kompakte Stute ihre Stärke: Eine flinke, leider etwas zu flache, jedoch schnelle, Grundgaloppade. Die notwendige Vorsicht am Sprung war zwar eindeutig zu sehen, aber trotzdem wünschte man sich ein deutlicheres Abfußen, denn einige Male war sie deutlich an der Stange. Knapp geschlagen war wiederum die führende Favoritenstute, von Heinz Winter (Rudersdorf) gezüchtete Akira 13 (von Ahorn x Firstgraaf), die aufgrund ihrer Großrahmigkeit Zeit im Stechen und den Championatssieg verlor. Für die Überraschung des Tages sorgte Gladdys 3 (Z: Wolfgang Huemer, Gunskirchen), eine Colander N x Grannus Stute, die sowohl im 1,30 Meter hohen Grundparcours als auch im Stechen ohne Fehler blieb, ihre sehr gute Grundgallopade zeigte und Dritte wurde.
(c) Pferdenews.eu

 

Quäntchen Glück führte zum Sieg bei den Buschpferde
Mit dem notwendigen Glück auf seiner Seite kürte sich die erst fünfjährige Xabea H (R: Martin Hauptmann; Z: Mag. Rudolf Hauptmann, Pöllau) zur Championatssiegerin der Vielseitigkeitspferde, da der große Siegesanwärter Aberdeen (Wallach, geb. 2003, von Aberjack x Welton Ambassador; Z: Mag. Elisabeth Erasimus, Kasten) aufgrund eines Reiterfehlers – Auslassen eines Pflichttors in der Geländeprüfung – ausscheiden musste. Davon profitierte die Tochter des Heraldik xx aus der Xantana H nach Kentucky und sicherte sich nach dem Sieg in der Dressur (7,2), der mittelmäßigen Leistung im Parcours (6,0) und dem zweitbesten Ergebnis der Geländeprüfung (16,0) den Titel Bundeschampion der Vielseitigkeitspferde (29,2). Erste Reservesiegerin wurde die ebenfalls erst fünfjährige Elisa v. Rosenberg (von Radetzky x Einstein; R: Monika Reicher; Z: Harald Reicher, Leutschach), die nach mittelmäßigen Ergebnis im Viereck (6,4), solider Vorstellung beim Springen (6,8) siegreich im Gelände war (16,4) und mit 29,0 Gesamtpunkte das Championat beendete. Den dritten Platz teilten sich mit 28,9 Punkten der bereits siebenjährige Lord Leeuwin nach Lomitas und Rebel III Z (Z: Eveline Aass, Wien) und der sechsjährigen, Diogenes x Lohengrin-Sohn Chasanova G (Z: Ernst Gruber, Afritz).
(c) Pferdenews.eu

 

Nicht nur als Fahrer top : Wieder ein großer Erfolg für den Züchter Georg Moser
Österreichs Paradefahrer stellt auch 2010 – nach dem Bundeschampionatstitel der Fahrpferde im letzen Jahr – mit dem sechsjährigen Nordwind 8 von Nordwind x Fresko das beste Fahrpferd aus Österreichischer Zucht der 4- bis 7-jährigen (24,9).  Bereits erfolgreich im internationalen Sport vorgestellt, hat Georg Moser gemeinsam mit dem Vizechampion (23,8), den um ein Jahr jüngerer Vollbruder Novilliero, wieder ein Topgespann aus eigener Zucht mit Perspektive WM Conty 2011, im Stall. Rang drei ging an den erst vierjährigen Belluno-Sohn Brunetti (20,8) aus der Marionette nach First Class II.

 

Carabas und Florestano stellten die Sieger der Materialprüfung
Erst dreijährig und dennoch hoch gelobt für die Zukunft war die von Heinz Jörg Wächter vorgestellte braune Carabas x PrH. Literat - Tochter Lucille, die von Dr. Franz Hummer-Niedermayr (Schwanenstadt)  gezüchtet wurde. Dies bewies auch die eindeutige Bestnote beim Fremdreitertest – zweimal 9,0 – und die fabelhafte Endnote von 8,36. Hubertus Suppan (Pöllau) züchtete die Zweitplatzierte Dreijährige der Materialprüfung: Romeo´s la colifata C, eine Tochter des Romeo aus einer Mutter von Calmiro JW, zählte am Ende 8,07 Punkte. Die Pferde Walhalla C, ebenfalls von Hubertus Suppan gezüchtete  Tochter des Regazzoni-Sohns Romeo aus einer Mutter von Weltmeyer, und der Nachkomme des Quality und Landgraf I Quo Vadis – STH (Z: Claudia Wuggenig, Neuhaus an der Gail) teilten sich mit 7,86 Punkten den dritten Endrang. Die Endnote von 8,14 kürte den Florestano-Wallach aus der Samantha StPrSt. von Spartan x Bolero Fulminant (R: Sabine Krumböck-Vogl; Z: Karl Stradner, Weikendorf) trotz der eher schlechten Fremdreiterbeurteilung (8,5 und 8,0) zum Materialprüfungssieger der Vierjährigen (8,14). Der braune, von Heinz Winter (Rudersdorf) gezüchtete Hengst San-Desperado-W von Santander-H und Argentinus PrH wurde mit der besten Bewertung der Fremdreiter (9,0 und 8,5) Vizechampion (8,07), da er aufgrund seiner schlechteren Trab- (7,5) und Gebäudenoten (7,0) nicht für die Spitze reichte. Mit 7,93 Punkten platzierte sich der Nachkomme des Frechdachs und Western Star Frodo (Z: Mag. Sylvia Peters, Sankt Marein bei Graz-Markt) am dritten Endrang.
(c) Pferdenews.eu

 

Die Bundesjungstutensieger: Charisma L und Tabita
„Charisma L überzeugte vor allem mit ihrem Typ und Exterieur. Sie hat eine gute Winkellung, Oberlinie und Übergang vom Rücken zur Kruppe und weist darüber hinaus eine gleichmäßige schwungvolle Bewegung auf. Die Faustinus-Tochter aus der Staatsprämienstute Claudia Cardinale nach Friedensfürst ist eine kaum zu überbietende Stute.“, so charakterisierten die Richter die dreijährige Championatssiegerin der Bundesjungstuten (Z: Dipl. Ing. Alexander Liebscher, Mank). Und verdeutlichten ihre Bewertung mit der Höchstnote von 8,1 Punkten. Dahinter kürte sich mit 7,9 Punkten Virginia, eine Stute nach Florestano und Prämienhengst First Class II, mit ihrem Züchter Jürgen Frantsits (Ofenbach) zum Vize-Championesse, die als mächtige aber trotzdem sehr kompakte Stute mit guter Bewegung beschrieben wurde. Die Note von 7,8 reichten dem Züchter Thomas Zeiser und seiner Tochter des Davignon II (von Donnerhall) und Abanos mit dem klingenden Namen Amazone für den dritten Platz. Die Fuchsstute punktete mir ihrem weiblichen Gesicht und ihren taktsicheren sowie elastischen Gängen. Lediglich die Halsung könnte noch etwas gezogener sein. Eine überragende Bewegung und eine gute Krupp als Motor wies die Bundesstutensiegerin der vierjährigen Pferde auf. Darüber hinaus überzeugte die Fuchsstute Tabita mit ihrer markanten Halsung. Die Züchterin Ursula Lutz (Geboltskirchen) setzte bei ihrer Mutterstute Tiffany (von Lux) auf den Spitzenvererber Weltmeyer und wurde mit der Bestnote von 8,1 belohnt. „Hier sehen wir ein hochnobles und ausdruckstarkes Modell, das eine taktsichere und elastische Bewegung zeigte und mit 8,0 Punkten am zweiten Platz steht.“, so wurde die Johnson x Artos PrH. Tochter Santorina (Z: Johanna Mayr, Sankt Marienkirchen bei Schärding) angekündigt und als erste Reservesiegerin prämiert. Aus dem gleichen Hause, Züchter Ernst Mayr aus Sankt Marienkirchen bei Schärding, stammte auch die Drittplatzierte Eugenie (von Puschkin aus einer Mutter von Donnerschlag), die mit 7,9 Punktebewertet wurde.
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Lady San Amour und Derano lassen die Konkurrenz im Fohlenchampionat hinter sich
Eine Tochter des San Amour (von Sandro Hit) aus der Antigone nach dem Prämienhengst Champion und Aloube Z konnte das Fohlenchampionat der Stutfohlen für sich entscheiden. Die Rappstute, die auf den Namen Lady San Amour (Z & B: Lebrecht Angerer, Scheffau am Tennengebirge) hört, begeisterte neben ihrer gut arbeitenden Hinterhand und dem schwingenden Rücken auch mit ihrem Auftreten – sie war eindeutig das typstärkste Fohlen des Endrings und hatte mit der Wertnote von 8,7 auch eindeutig die Nase vorne. Der Züchter und Besitzer Franz Gold aus Tenneck stellte die erste Reservesiegerin Chelsea vor. Die dunkelbraun gefärbte Stute weist ein rein holsteingezogenes Pedigree auf und ist ein Nachkommen des Quite Easy I (von Quidam de Revel x Landgraf) aus der Cassandra (von Calando x Lavall I) und bewies, dass nicht nur mit dressurbetonten Fohlen gewonnen werden kann, sondern auch eine Springabstammung die Chance auf vordere Zuchtprämierungen hat. Lobenswert erwähnt wurden die positive Körperspannung, das gute Fundament und der schöne Ausdruck des Gesichtes des Fohlens (8,5). Die Endnote von 8,3 bescherte dem Besitzer und Züchter Dipl. Ing. Alexander Liebscher mit seiner Dunkelfuchsstute Cantate L (von Fiorano) den Titel des zweiten Reservesieger. Der positive Effekt der Staatsprämienstute Chippendale, der Mutter von Cantate L, die nach Danny Wilde und Itaxerxes PrH gezogen ist, wurde von den Richtern positiv anerkannt, sodass auch hier wieder ein typvolles Fohlen mit viel Charme präsentiert wurde. Als vielversprechendes Fohlen und guter Hengstanwärter wurde der Fuchshengst Derano (B: Rudolf Rostek, Klausen-Leopoldsdorf; Z: Johann Breinesel, Weistrach) betitelt, da er bei seiner Vorstellung mit seiner Bewegung auftrumpfte. Jeder Tritt war gleich wie der andere: Schwungvoll und über den Rücken gehend (8,7). Der Nachkomme des Sir Donnerhall aus der Dorina StPrSt. nach Dunhill-H San Rubin beendete das Championat mit 8,5 Punkten und als erster Reservesieger (B & Z: Angelika Schwarzenbacher, Abtenau) und verwies David, ein Sohn des Davignon II x Rosso di Sera (Z & B: Mag. Christian Aschauer Gföhl) am dritten Rang.
(c) Pferdenews.eu

 

Favoritensiege im AWÖ-Cup
Mit dem Wallach Sir Don Juan De Marco (Z: Johann Edlinger, Deutschfeistritz), dem neunjährigen Sohn des Diamond x Mariner, stellte Wolfgang Himsl das beste Dressurpferd vor, da er nicht nur das AWÖ-Cup Finale gewann, sondern auch die beiden vorangegangenen S-Prüfungen. Die in der Springszene weitbekannte, von Christian Großholzner (Bad Hall) gezüchtete Stute Juvina (9-jährig, von Cassini x Grannus), holte sich mit Alexander Wimmer den Sieg im finalen AWÖ-Cup, dem S*-Springen über 1,45 Meter.

 

Belluno-Sohn gewinnt Alpenspan-Cup
Das Finale des Alpenspan Cups, eine Dressurprüfung der Klasse LM, entschied der achtjährige Wallach Bardolino 4 (von Belluno x Rasant) mit seiner Reiterin Martina Huebner für sich (Z: Gerold Neumayr, Berndorf).


Springcupsieger: Zwei Stuten holten sich den Sieg
Sowohl bei den fünf- als auch bei den sechsjährigen Springpferden wurde heuer ein Cup über vier Runden und acht Teilbewerbe ausgetragen. Zu den Siegern kürte sich zum Einen die Ahorn x Bonito xx-Tochter Ornella 8 (R & Z: Andreas Pallisch, Thalheim) und zum Anderen die Championesse der Sechsjährigen Deborah 3.

 

Überschattet wurde das Wochenende mit einem tragischen Unfall, der einmal mehr auf die Gefährlichkeit des Reitsports – vor allem mit jungen Pferden - hinwies: Katharina Eisinger stürzte beim Aufwärmen von ihrem dreijährigen Hengst und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden, wo man Rippenbrüche feststelle. Der Reiterin geht es den Umständen entsprechend gut. Wir wünschen baldige Genesung.

 

 

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