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holsteiner verbandCadilo heißt der Holsteiner Siegerhengst des Jahres 2018.  Der Sohn des Casall aus der Edwina v. Diarado (Stamm 2495) kam bei Klaus-Peter Wiepert in Neuratjensdorf zur Welt.

 

 

 

Er war auch Besitzer des umjubelten Siegerhengstes von 2005, Diarado, gewesen, der inzwischen ein hoch erfolgreicher Vererber ist und bereits 43 bundesweit gekörte Söhne aufweisen kann.“Cadilo verkörpert alles, was ein Spitzenpferd ausmacht“, lobte der Berichterstatter Axel Wöckener. „Er war typvoll und korrekt, sein Springen war vom Allerfeinsten“.

Cadilo wurde bei der Auktion für 155.000 Euro in die Schweiz verkauft. Zum Reservesieger erkor die Körkommission bestehend aus Michael Gonell (Eckernförde), Jens Hauschildt (Seester), Lars Nieberg (Sendenhorst), Christian Thoroe (Haselund) und Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel) einen der fünf zur Holsteiner Körung erschienen Cornet Obolensky-Söhne: Colcannon aus der Contender-Tochter Batik (Stamm 5881). Züchter des Hengstes ist der US-Amerikaner Dr. Steven Passman, dessen Stuten bei Timm Peters in Bargenstedt zu Hause sind. Der Schwarzbraune war ein Athlet durch und durch und einer der besten im Freispringen. Colcannon wird den Holsteiner Züchtern erhalten bleiben, denn er wechselte auf der Auktion für 135. 000 Euro in den Besitz der Hengststation Maas J. Hell in Kl. Offenseth. Der zweite Reservesieger, Keaton v. Kannan-Contendro I (Stamm 4847) aus der Zucht von Rudolf Schmitt, Wöhrden, und dem Besitz der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH stand nicht zum Verkauf.

Die hohe Qualität des diesjährigen Hengstjahrgang spiegelte sich auch in der Anzahl der prämierten Hengste wieder: Insgesamt sieben Hengste wurden mit der begehrten Auszeichnung bedacht. Neben den drei bereits erwähnten waren das Cantari v. Cascadello I-Askari Stamm (8772) aus der Zucht von Reimer Detlef Hennings, Bendorf, und dem Besitz der Hennings & Hennings GbR, Bendorf, & Ulrich Volkhausen, Lemgo, Conscha v. Cascadello II-Canturo (St. 318D1; Reimer Detlef Hennings, Bendorf; Glantz & Hamann GbR, Ammersbek), Shot Gun v. Stakkato Gold-Carthago (St. 2666), ebenfalls aus der Zucht von Reimer Detlef Hennings, Bendorf, und dem Besitz von Reimer Hennings & Dieter Mehrens, Struvenhütten) sowie Von Holstein v. Vagabond de la Pomme-Clearway (St. 8813), der von Erja Aholainen, Hollingstedt, gezogen und von Kai Gerken, Lasbek, ausgestellt wurde.

„Der diesjährige Hengstjahrgang hat neue Maßstäbe hinsichtlich des Einsatzes von Fremdblut in unserer Zucht  gesetzt“, kommentierte Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen nach der Körung- „Das spiegelt sich auch in der Genetik des Prämienlots wider“, sagte er. „Neben dem Siegerhengst Cadilo mit reiner Holsteiner Genetik machen die Nachkommen von Cornet Obolensky und Kannan deutlich, dass fremdes Blut mit den wertvollen Holsteiner Mutterstämmen neue, wichtige Impulse für unsere Zucht ermöglichen kann“. Insgesamt waren 59 Hengste zur diesjährigen Körung entschienen, von denen 25 mit einem positiven Körurteil die Holstenhallen von Neumünster verlassen haben. Die 18 gekörten Hengste wechselten zu einem Durchschnittspreis von 67.888 Euro den Besitzer, fünf Hengste wurden ins Ausland (Schweiz, Südafrika, Belgien und Finnland) zugeschlagen. Die nicht gekörten Hengste kosteten im Schnitt 21.222 Euro.

 

Holsteiner Elite-Reitpferdeauktion
Das Spitzenpferd in Spitzenhände

Mehr als zufrieden waren die Verantwortlichen nach der Elite-Reitpferdeauktion.

Auktionsleiter Dr. Jörgen Köhlbrandt zeigte sich nach der Auktion hoch zufrieden: „Es hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet, dass das Interesse an unserer Kollektion groß ist“. Und besonders freute es ihn, dass „viele Kunden ihr Wunschpferd bekommen haben“. 

Aus der Erfolgszucht der Familie Köhncke in Badendorf kommt das Spitzenpferd der diesjährigen Holsteiner Elite-Reitpferdeauktion Neumünster: Unikum v. Uriko a. d. Sarese v. Contender wurde von Auktionator Dr. Günther Friemel (Oyten) für 142.000 Euro in einen internationalen Springstall nach Peru zugeschlagen. Der vierjährige Braune, aus dessen Mutterlinie auch der dreimalige Derbysieger Collin (Toni Hassmann) stammt, wird seinen Stall bei Alonso Valdez Prado beziehen, der unlängst  im Sattel eines ehemaligen Holsteiner Auktionspferdes – Chichester v. Casall – die Farben seines Heimatlandes bei den Weltreiterspielen in Tryon vertreten hatte.  Unikum begleiten wird Universale v. Untouchable-Ibisco xx aus der Zucht von Jens Hauschildt in Seester. Die dreijährige, auch für die Zucht hoch interessante Stute kostete  77.000 Euro. Der Reservesieger der Holsteiner Körung von 2011, Cascadello I, stellte das zweitteuerste Pferd der diesjährigen Reitpferdeauktion. Der fünfjährige Carlton aus einer Contender-Mutter (Züchter SR Sportpferde, Leipzig) ist bereits turniererprobt – u. a. Sieg in einer Bundeschampionatsqualifikation – und kostete 115.000 Euro. Der Cascadello I-Besitzer, Professor Dr. Bernd Heicke, hat ihn als Nachwuchspferd für Hannes Ahlmann (Reher) ersteigert.  Ein weiteres Pferd, dass die 100.000 Euro-Marke „knackte“, war  die Baloubet du Rouet-Casall-Tochter Big Hope aus der Zucht von Hark Martensen, Oldsum. Die vierjährige Stute wurde für 102.000 Euro in die Ukraine verkauft. Neben Deutschland, Peru und der Ukraine kamen die Käufer aus Brasilien, Estland, Finnland, Italien, Schweden, den Niederlanden, der Schweiz, der Slowakei und den USA.  Der Durchschnittspreis für 35 zugeschlagene Reitpferde betrug 49.314 Euro, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 8000 Euro betrug. „Das Auktionsteam hat sehr gute Arbeit geleistet“, freute sich Ronald Schultz, Geschäftsführer der Holsteiner Verband Vermarktungs und Auktions GmbH. Sein Dank ging auch an die Mitarbeiter hinter den Kulissen, „ohne die dieses gute Ergebnis nicht möglich gewesen wäre“.

 

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