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Logo RanshofenDer Auftakt der vierwöchigen August-Turnierserie beim RC Hofinger entwickelte sich zu Festspielen der internationalen Turniergäste. Die Siege in den Hauptbewerben gingen an die Ukraine und an Deutschland. 

 

 

Der Reitclub Hofinger lud am Wochenende von 31. Juli bis 02. August zum Auftakt seiner vierwöchigen Summer Classics. Insgesamt waren an dem dreitägigen nationalen Dressur- und Springturnier 60 Bewerbe mit 82 Entscheidungen bis zur schweren Klasse ausgeschrieben. Coronabedingt fand das Turnier unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt., was dem Interesse der Aktiven keinen Abbruch tat. ReiterInnen aus beinahe sämtlichen österreichischen Bundesländern, sowie aus Deutschland, Dänemark, der Schweiz, der Ukraine, Ungarn, den Niederlanden und Schweden waren zu dem Auftakt-Wochenende angereist, das im Großen Preis von Ranshofen, einer Standardspringprüfung der schweren Klasse gipfelte. 

In diesem Hauptbewerb blieb es bis zuletzt spannend. Zehn der 31 Teilnehmer hatten sich mit einer fehlerfreien Runde im Umlauf für das finale Stechen qualifiziert, neun von ihnen traten um den Sieg an. Als zweite Starterin im verkürzten Parcours setzte die Niederösterreicherin Heidemarie Zellhofer mit Baloubet d’Amour mit einer fehlerfreien Runde in 38,68 Sekunden eine Bestmarke, an der ihre Kontrahenten zunächst scheitern sollten. Erst der letzte Reiter im Stechen, der für die Ukraine startende Andre Schröder, unterbot Zellhofers Richtmarke und pilotierte Spirit mit einer fehlerfreien Runde in 36,08 Sekunden zum Sieg. Auch der Drittplatzierte Andreas Schrankl war mit Cydino fehlerfrei über die Ziellinie gekommen. Bei dem Deutschen standen schlussendlich 39,91 Sekunden zu Buche. 

200802 SchroederDie Letzen werden die Ersten sein: Andre Schröder und Spirit rollten das Feld im Stechen von hinten auf. Foto: © TEAM myrtill

LM-Sieger-Potpourri 
In den Springprüfungen über 130 cm war das Siegertreppchen stets international besetzt. Drei Reiter unterschiedlicher Nationen beanspruchten den heiß umkämpften ersten Platz an den drei Turniertagen für sich. Am Freitag sorgte der Vorarlberger Rob Raskin mit Bijou d’Alme (0/62,55) vor den beiden Deutschen Daniel Böttcher auf Valentina RS (0/62,76) und Michael Brunner auf Radihaza Jacinta (0/64,24) für einen österreichischen Heimsieg. Mit Zweitpferd Carmen MR Z (0/64,45) wurde er zudem Vierter. Am Samstag war das Podest – unter Abwesenheit des Vortagessiegers – rein deutsch besetzt. Mit einer fehlerfreien Runde in 61,53 Sekunden ging der Sieg an Juliane Stöckl und Asqui vor Lukas Zitzelsberger mit Leopold K (0/62,29) und dem Zweitplatzierten des Vortages, Daniel Böttcher mit Valentina RS (0/62,88). Am Sonntag schien schließlich auch in diesem Bewerb die ukrainische Flagge an erster Stelle der Ergebnisliste auf. Andre Schröder lieferte mit Centimeter fehlerfrei in 62,08 Sekunden den besten Ritt ab und nahm dem zweitplatzierten schweizerischen Paar, Patrik Josuran und Cassiere (0/63,66), über eine Sekunde ab. Der dritte Rang ging mit Bernd Hofbauer und Jupiter (0/64,03) an Deutschland. 

200802 RaskinRob Raskin sorgte am Freitag für einen österreichischen Heimsieg. Foto: © TEAM myrtill

Alles Neu macht der Sonntag
Im großen Dressurviereck wurden am Sonntag die Karten noch einmal neu gemischt. Denn am Freitag und Samstag waren Ferdinand Csaki und sein Revolverheld NRW unangefochten an der Spitze der beiden Bewerbe der schweren Klasse gestanden. Am Sonntag hatte der Deutsche, der wohl als klarer Favorit ins Viereck gegangen wäre, jedoch keine Nennung im Prix St. Georges abgegeben. Diese Gunst der Stunde wusste seine Landsfrau Kathleen Meyer am besten zu Nutzen. Sie eröffnete mit Hotmeyer L nicht nur als erste Starterin den Bewerb, sondern sollte das Viereck mit 66,974 % auch mit der besten Bewertung verlassen. Sabrina Kirchdörfer, die ebenfalls aus Deutschland angereist war, kam ihr mit Samurei K gefährlich nahe. Sie beendete die Prüfung mit 66,842 % und somit auf Rang zwei. Auch der dritte Platz ging mit Antonia Gailinger und Florenz an Deutschland. Gleich dahinter sorgte Katharina Jessica Floth für einen Heimerfolg der Sportunion Reitclub Hofinger. Sie erreichte bei ihrem erst vierten Antritt in einer Prüfung der schweren Klasse mit ihrer Rappstute Liza Minelli 64,649 % und platzierte sich auf dem vierten Endrang. 

200802 Meyer

Kathleen Meyer und Hotmeyer L tanzten zum Sieg im Prix St. Georges. Foto: © TEAM myrtill

 

Deutsche Dominanz im Viereck
Die mittelschwere Klasse wurde an allen drei Turniertagen von einer deutschen Phalanx dominiert – auf den ersten zehn Platzierungsrängen schien ausnahmslos die schwarz-rot-goldene Flagge auf. Lucie Stahl aus dem oberbayerischen Erding verließ das Viereck zweimal mit der höchsten Bewertung. Im Sattel ihres niederländischen Wallachs Golden United erreichte sie am Samstag 68,288 % und am Sonntag 67,325 %. Lediglich am Freitag hatte sich das Paar mit Rang fünf geschlagen geben müssen (66,814 %). In dieser Vorbereitungsprüfung hatte noch Michaela Kaffl mit Florida Star mit 68,431 % triumphiert. 

Erfolge der Clubreiterinnen
Die hauseigene Garde sicherte sich insbesondere am dritten Turniertag Platzierungsränge. Neben dem vierten Rang von Katharina Jessica Floth im Prix St. Georg, konnte etwa Anna-Lena Prex, die Never des Etisses in der Standardspringprüfung über 125 cm vorstellte, eine Platzierung holen. Ihr fehlerfreier Ritt in 69,90 Sekunden reichte für Rang acht im über 50-köpfigen Teilnehmerfeld. Ebenfalls als Achte beendete Ulrike Pelikan die Standardspringprüfung über 115 cm. Sie trat mit Hannoveranerstute Soraya an und kam ebenfalls mit weißer Weste ins Ziel. Die meisten Platzierungen gingen jedoch auf das Konto von Lisa Thaler und KWPN-Stute Cispoint. Mit drei fehlerfreien Runden sicherten sich die beiden an allen drei Turniertagen Platzierungen in den Einlaufspringprüfungen über 80 cm. 

200802 PrexAnna-Lena Prex holte eine Top-Platzierung für den RC Hofinger. Foto: © TEAM myrtill


Ergebnisse Hauptbewerbe CDN-B* CSN-B* Ranshofen 31.07.–02.08., Sonntag:

Dressurprüfung Kl. S, Prix St. Georges

1. Kathleen Meyer / Hotmeyer L (GER)            66,974 %

2. Sabrina Kirchdörfer / Samurei K (GER)        66,842 %

3. Antonia Gaillinger / Florenz (GER)                65,746 %

4. Katharina Jessica Floth / Liza Minelli (OÖ)   64,649 %


Standardspringprüfung mit Stechen 140 cm

1. Andre Schröder / Spirit (UKR)                              0/36,08 (im Stechen)

2. Heidemarie Zellhofer / Baloubet d’Amour (NÖ)   0/38,68 (im Stechen)

3. Andreas Schrankl / Cydino (GER)                        0/39,91 (im Stechen)


 

Ranshofner Sommerserie 2020

31. Juli–02. August       CDN-B* CSN-B*

07.–09. August            CSN-B* CDN-B

14.–16. August             CSN-B* CDN-B*

20.–23. August    CSI2* CSI1* CSIYH1* CSIU25-A

 


 

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