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Unbenannt srs 2018 detWien. Vor rund elf Jahren, Ende 2007, wurden Elisabeth Gürtler und Erwin Klissenbauer als Geschäftsführer der Spanischen Hofreitschule bestellt.

 

 

 

Per Jahresende 2018 legt Elisabeth Gürtler ihre Funktion zurück, Erwin Klissenbauer wird weiterhin die Spanische Hofreitschule mit ihren drei Standorten Wien, Piber und Heldenberg führen. Nach rund 4.000 Tagen im Amt zogen die beiden Geschäftsführer heute, Donnerstag, 20. Dezember 2018, Bilanz und blickten in die Zukunft.

„Als wir vor rund elf Jahren an die Spitze der Spanischen Hofreitschule berufen wurden, war es unser Ziel, diese zu einem modernen Betrieb zu machen, die Qualität hoch zu halten, geschäftlich offen zu sein und die Umsätze anzuheben – immer mit Blick auf und mit Respekt vor der großen Tradition und Bedeutung des Hauses“, so Elisabeth Gürtler und Erwin Klissenbauer.

Bereits 2001 war die Spanische Hofreitschule mit dem Lipizzanergestüt Piber aus der öffentlichen Verwaltung ausgegliedert und damit rechtlich wie wirtschaftlich auf eigene Füße gestellt worden. Ziel der Selbstständigkeit war eine positive wirtschaftliche Entwicklung, die sich allerdings einige Jahre lang nicht abzeichnen sollte – erst konkrete Maßnahmen unter der Geschäftsführung von Elisabeth Gürtler und Erwin Klissenbauer ab 2007 brachten die gewünschten Erfolge. „Durch ein striktes Kostenmanagement konnten wir sowohl das Ergebnis verbessern als auch den Umsatz in den letzten Jahren steigern“, so Klissenbauer.

Eine der ersten Maßnahmen war der Aufbau einer zweiten Equipe, durch die nicht nur die Anzahl der Vorstellungen verdoppelt werden konnte, sondern auch mehr Tourneen möglich wurden. Zudem wurden neue Produkte kreiert, wie etwa „A Tribute to Vienna“. „Bei allen Maßnahmen stand immer das Wohl der Lipizzaner im Mittelpunkt. Deren Haltungsbedingungen konnten wir durch zahlreiche Maßnahmen – wie etwa das Ausreiten im Burggarten oder das Rotationsprinzip mit dem Heldenberg – verbessern“, so Gürtler, die auch die öffentliche Morgenarbeit mit Musik, ins Leben rief.

Die 453 Jahre alte Spanische Hofreitschule – seit 2016 UNESCO Weltkulturerbe - wurde in den letzten Jahren merkbar für neue Zielgruppen geöffnet und zugänglich gemacht. „Es ist uns wichtig, einen möglichst breiten Zugang zu Lipizzanern und zur klassischen Reitkunst zu unterstützen“, so Gürtler und Klissenbauer, die außerdem auf Kooperationen mit Universitäten und internationalen Gestüten sowie Unternehmen verweisen. Mit der wachsenden Popularität der Spanischen Hofreitschule wurde es auch notwendig, die Marke stärker zu schützen und Lizenzgebühren für die Verwendung der Marke einzuheben. Events – eigene wie Fund Raising Dinner oder die 2010 ins Leben gerufene Fête Impériale – haben ebenso zur Öffnung der Spanischen Hofreitschule beigetragen wie zur Steigerung des Umsatzes. „Bei Events muss man den direkten wie den indirekten Nutzen sehen. Durch unsere eigenen Veranstaltungen konnten wir das Potenzial der Räumlichkeiten sowie der Atmosphäre der Spanischen Hofreitschule zeigen, wodurch Unternehmen und private Mieter darauf aufmerksam wurden für ihre Events“, so Gürtler. Events finden allerdings nicht nur am Standort Wien, sondern verstärkt auch in Piber – wie etwa Almabtrieb, Muttertagsgala, Herbstgala etc. – sowie am Heldenberg statt.

 

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Foto: RGE-Media für Spanische Hofreitschule

 

Sowohl Gürtler als auch Klissenbauer unterstreichen die breite Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Konzeption und Umsetzung der Maßnahmen der vergangenen elf Jahre. „Natürlich wurde auch diskutiert, aber genau das macht einen Prozess spannend und zeigt den hohen Identifikationsgrad“, so Klissenbauer.
Ein logischer Meilenstein wurde im Jahr 2008 gesetzt: zum ersten Mal wurde eine Frau als Elevin an der Spanischen Hofreitschule aufgenommen. „Als Hannah Zeitlhofer im Jahr 2016 zur Bereiterin angelobt wurde, war ich sehr stolz – und ich glaube, auch alle ihre Kollegen. Frauen sind eine Bereicherung in der Reitbahn, und es kommen immer mehr nach“, so Elisabeth Gürtler.

Die Bilanz der beiden Geschäftsführer Elisabeth Gürtler und Erwin Klissenbauer ist positiv: „Der Weg war nicht immer einfach, Kritik gibt es immer wieder mal, das kann ja auch sehr konstruktiv sein. Aber wir sind davon überzeugt, richtige Entscheidungen für die Spanische Hofreitschule sowie das Lipizzanergestüt Piber getroffen zu haben. Die Zahlen belegen dies auf jeden Fall“.

Elisabeth Gürtler wird sich ab 2019 verstärkt ihrem eigenen Unternehmen widmen, während Erwin Klissenbauer bereits Pläne für die Spanische Hofreitschule hat: „Zurzeit arbeiten wir am weiteren Ausbau der Bespielung der Spanischen Hofreitschule – diese soll ein Ganzjahresbetrieb werden. Zudem werden wir die Gastronomie selbst betreiben. Das unmittelbarste Projekt ist jedoch die Planung und Umsetzung der neuen Besuchergalerie in der Winterreitschule. Mit einer behutsamen Erweiterung und unter den strengen Vorgaben des Bundesdenkmalamtes können wir zukünftig etwa 70 hochkarätige Sitzplätze über der Parterreloge anbieten.“
www.srs.at


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