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TOP-NEWS aus der Welt

des Pferdesports

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image1 1Das diesjährige AWÖ Bundeschampionat legte einen Start wie im Bilderbuch hin: Die Anlage des Pferdezentrums Stadl-Paura wurde in den vergangenen Tagen auf Hochglanz gebracht, aufwendig dekoriert und der Ablauf bis ins Detail durchgeplant.

 

 

Am Morgen ertönte mit einer Einlaufspringprüfung und den Materialprüfungen der Startschuss und das Bundeschampionat 2017 war eröffnet. Neben Spring- und Dressurbewerben bis zur schweren Klasse kamen auch die im Zentrum der Veranstaltung stehenden Zuchtbewerbe wie Materialprüfungen und die Bundesjungstutenschau zur Austragung. Last, but not least, wurde die Dressur als erster Teilbewerb der Ländlichen Bundesmeisterschaft in der Vielseitigkeit ausgetragen.

 

Offene Sportbewerbe

Dressur

Julia Braun mit „Donna Romana W“ und Martin Fischer mit „Miakoda FM“ (Abt. R2-Reiter) heimsten in der LP-Dressur die ersten Schleifen am großen Viereck der Veranstaltungshalle ein.

In den höheren Lizenzklassen, der Qualifikation zur M-Kür, setzte Stephanie Dearing mit ihrem bewährten Rhaposario-Nachkommen "Rosarius" ein starkes Zeichen und bestach mit der Höchstnote von 71,125 Prozentpunkten. Dahinter strahlte Isabella Willibald mit "Fine Fidelio" an zweiter Stelle (69,292 %). Das Trio am Treppchen wurde mit dem Swarovski-Sohn "Sambucco STH" komplettiert, der von Julia Pucher (68,958 %) geschickt vorgestellt wurde.

Isabella Willibald setzte sich auf „Del Vento P“ in der freitägigen S-Kür Qualifikation, dem Prix St. Georg, durch. Mit 68,070% konnte sich der imposante zwölfjährige Diogenes- Sohn mit seiner Reiterin den Sieg sichern. Knapp dahinter auf Platz zwei lag Jasmin Jaklic auf „Sir Sambucco GSH“ mit 67,807%. Dritte wurde Martina Huebner mit Belluno-Sohn „Bardolino 4“ (67,325%).

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Isabella Willibald und Del Vento P siegten im Hauptbewerb der Dressur.  (c) TEAM myrtill

Springen

Insgesamt sieben Rahmenbewerbe boten am ersten Tag des AWÖ-Bundeschampionats eine breite Palette an Springbewerben. Die Teilnehmer kämpften mit Hindernishöhen von 95 cm bis 140 cm um Schleifen und Ehrenpreise. Zwei Reiter kristallisierten sich als Seriensieger heraus. Angel Fischleder siegte im Standard 105cm und ebenfalls im Standard 115cm der R1 Reiter. Andreas Wessely und Fire Fly PZW gewannen im selben Bewerb bei den R2 und R3 Reitern. Katrin Grossholzner behauptete sich mit Luna 107 im offenen Standard 115cm. Nach seinem souveränen Sieg in der Standardprüfung über 125cm schlug der Slazburger Christian Juza auch im offenen Bewerb über 130cm zu und setzte sich im Sattel seiner 12-jährigen Griseldi-Tochter Anabelle 4 mit knapp neun Sekunden Vorsprung an die Spitze. Rang zwei ging an Team-Fixkraft.Reiter Peter Englbrecht mit dem erst siebenjährigen Cissé, der bereits 2015 beim Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde eine Klasse für sich war. Platz drei ging mit dem schnellsten 4-Fehler-Ritt an Michaela Lueger auf Namiro 2.
Überlegener Sieg für Heinz-Jörg Wächter im S* über 140cm
Am frühen Nachmittag fand der erste Hauptbewerb der Springreiter statt. Im anspruchsvollen Kurs über 140cm mit zwei direkt aufeinander folgenden Kombinationen von Franz Schiermayr und Horst Efferdinger konnte nur ein einziges Paar fehlerfrei bleiben. Heinz- Jörg Wächter pilotierte seine erst achtjährige AWÖ- Stute „Lara 50“ in 76.17 Sekunden souverän über den Parcours und rangierte damit auf Platz eins. Christian Juza musste diesmal einen Abwurf verbuchen und reihte sich somit mit „Anabelle 4“ auf Rang zwei ein. Der Oberösterreicher Peter Engelbrecht platzierte sich mit Celine auf Rang 3.

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Heinz-Jörg Wächter war im S-Springen überlegen.  (c) TEAM myrtill

 

Bundesmeisterschaft der Ländlichen Reiter

Vielseitigkeit: Runde eins ist geschlagen

Die Bundesmeisterschaft der ländlichen Reiter stellt ein alljährliches Highlight im österreichischen Vielseitigkeitskalender dar. Wie bereits im vergangenen Jahr ist die weitläufige Anlage in Stadl Paura der Austragungsort dieses Bundesländer-Vergleichskampfes, in dessen Rahmen auch die Einzeltitel vergeben werden. Am heutigen Tag wurde bereits in der Dressur um die beste Ausganglage gekämpft.

In der Klasse A ist Dressur laut Parcoursbauer Obstl. Roland Pulsinger neben dem Springen die zentrale Komponente der Vielseitigkeitsprüfung: Am besten konnten sich die Tirolerin Claudia Käfer und ihr erst achtjähriger Wallach „Obora’s Antares“ präsentieren. Die beiden erritten sich 67,210% und nehmen damit lediglich 49,2 Punkte in die Geländeprüfung mit. Auf dem zweiten Rang konnte sich Michaela Hengster auf „Helina“ klassieren, die 66,910% für das Team Oberösterreich erreichte, was 49,6 Punkte auf dem Konto bedeutet. Der hervorragende dritte Platz bei 17 Startern wurde von Claudia Stoiser im Sattel von „Kaligula 3“ belegt: Ihr Ritt wurde mit 66,470% belohnt, was 50,3 Punkten in der Zwischenwertung bedeutet.

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Robert Mandl hat in der L-Vielseitigkeit nach Tag 1 die besten Karten. (c) TEAM myrtill

Einen überlegenen Sieg gab es in der Klasse L zu verbuchen: Der Steirer Robert Mandl stellte gekonnt den siebenjährigen „Napoleon SL“ vor, was mit sagenhaften 71,960% bewertet wurde und einen gewaltigen Vorsprung auf die Kontrahenten bedeutete, denn lediglich 42,1 Punkte sind mit Abstand das beste Ergebnis in der Zwischenwertung. Den zweiten Platz im Klassement erreichte Andrea Huber, die im Sattel von „Gina 62“ 68,700% ins Viereck zauberte und für Oberösterreich mit glatten 47 Punkten in die Geländeprüfung startet. Auf Platz drei landete mit 67,610% Isabelle Krampl auf „Rammstein K“, die 48,6 Punkte für die Steiermark verbuchen musste.

 

Championatsbewerbe

Vielseitigkeit: Erstes Stell-Dich-Ein  ist entschieden: „Boris Golden Star W“ war der hellste Stern der Dressur

Die Note für den Gesamteindruck spricht für sich: Als einziges Pferd konnte der erst 5-jährige „Boris Goldes Star W“ in dieser Kategorie die magische 8,00-Note knacken. Auch in den anderen Kategorien konnte der dunkelbraune Hengst durch und durch überzeugen und so stand am Ende eine Gesamtnote von 7,62 Punkten auf seinem Konto, mit dem er und seine burgenländische Reiterin Martina Winter in die beiden finalen Runden starten werden.

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Sensationell im Vielseitigkeits-Championat: Boris Golden Star W.  (c) TEAM myrtill

Dahinter klassierte sich die Stute „Mona Lisa 54“, die besonders mit ihrer Durchlässigkeit in allen Passagen der Prüfungen überzeugen konnte – eine 8,00 in dieser Kategorie bestätigt dies eindrucksvoll. Schlussendlich ist sie mit ihrer Reiterin Susanne Wimmer den Führenden dicht auf den Fersen, denn der Rückstand ist mit einer Gesamtnote von 7,56 nur minimal.
Der dritte Platz gehörte ganz klar der siebenjährigen Stute „Chelsea 16“: Als drittes Pferd konnte sie eine Gesamtnote von über 7,00 erreichen. Schlussendlich waren es 7,30 Punkte, die sie unter dem Sattel von Katharina Thaller erreichen konnte, wobei die Richter die Galopptour als das Highlight der Prüfung bewertet haben.

 

Reitpferdechampionat

Noch bevor sich der morgendliche Nebel lichtete und die Sonne einen strahlenden Herbsttag bescherte, wurden am Paradeplatz die Materialprüfungen abgehalten. 44 Pferde wurden in den beiden Altersklassen präsentiert und benotet. Die jeweils acht besten Pferde schafften den direkten Einzug ins Finale, das am Sonntag entschieden wird. Die übrigen Teilnehmer haben im morgigen kleinen Finale noch einmal die Chance sich zu qualifizieren. Insgesamt vier Pferde pro Altersklasse dürfen auf das „Goldene Ticket“.

Die qualifizierten Pferde:

Ergebnis Materialpferde 3 jährig Kopie

Ergebnis Materialpferde4jaehrig Kopie

 

Springpferdechampionat

Am heutigen ersten Turniertag fanden auch die ersten Teilbewerbe für die Bundeschampionate der 5- und 6-jährigen Springpferde statt. Mit einer Traumnote von 8,5 konnte sich Gerhard Höhenwarter mit der Clearline Z- Tochter „Good Vibration 2“ an die Spitze der 5-jährigen Springpferde setzen und ihrer Favoritenrolle aus dem AWÖ YOUNG STARS Cup gerecht werden und nach wie vor die Führung verteidigen . Die aus der Zucht von Rita Moser stammende Stute zeigte eine eindrucksvolle Manier und Übersicht am Sprung. Rang zwei nach der ersten Zwischenwertung belegte Andreas Pallisch mit „Captain Jack Sparrow 6“ mit einer 8,2 vor Kevin Kazda mit „Sandro Girl MRE 2“ (7,9).

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Gerhard Höhenwarter wurde seiner Favoritenrolle gerecht (c) TEAM myrtill

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Lajos Szikszai stellte HB Sandjego erfolgreich vor. (c) TEAM myrtill

Bei den 6-jährigen Springpferden zeichnete sich wie nicht anders erwartet Lajos Szikszai mit dem aus Heinz-Josef Bruckners Zucht stammenden Schimmelwallach HB Sandjego ab, der ebenfalls schon die Saison hindurch im Rahmen des AWÖ YOUNG STARS CUP aufgefallen war. Mit einer sensationellen Wertnote von 8,8 rangiert er nach dem ersten Teilbewerb auf Platz eins. Rang zwei belegt im Moment Michael Pobitzer mit Clooney 7 (8,2), einem 6-jährigen Hengst nach Clinten II aus der Zucht von Walter Leitl. Mit einer beachtenswerten Note von 8,0 belegt Franz Steiner mit der Canoso-Tochter Franziska 3 den dritten Platz im Zwischenklassement.

Dressurpferdechampionat

In den Dressurpferde-Championaten ließ sich eine den Sieg nicht streitig machen. Die Kärntnerin Stephanie Dearing hatten in beiden Altersklassen das beste Pferd am Start. Bei den vier- bis fünfjährigen Pferden wurden ihr mit dem San-Amour-Sohn Saphir 8,24 Punkte verliehen, womit sie knapp vor Vanessa Doblinger mit Lingh’s Liberty (8,16 Punkte) den Sieg feierte. Renate Voglsang und Jacarda M landeten mit 7,90 Punkten auf Rang 3.

Bei den fünf- bis sechsjährigen Dressurpferden fiel die Entscheidung hauchdünn zu Gunsten der Kärntnerin aus. Stephanie Dearing freute sich auf Flamini v. Fürst Grandios mit 8,50 Punkten über den zweiten Sieg. Mit 8,48 Punkten platzierte sich Geertje Hesse-Wadenspanner mit United Europ knapp dahinter auf Rang 2, Heimo Kendlbacher und Broadmoars Morgenstern klassierten sich auf Rang 3 (8,10).

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Zweifachsieg für Stephanie Dearing im Dressurpferdechampionat.  (c) TEAM myrtill

 

Fulminante Abendveranstaltung

Vier Länderflaggen, getragen von den Ländlichen Mannschaften zogen am Abend feierlich in der Großen Veranstaltungshalle ein und ließen andächtige Stimmung aufkommen. Die Bundesmeisterschafts-Teams aus der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg präsentierten sich vor den morgendlichen Geländeritten dem Publikum.

Die feierliche Stimmung kam schon zuvor mit der Übergabe eines Geburtstagsgeschenks an den AWÖ-Obmann Johannes Mayrhofer durch seine Lebensgefährtin Irene Kovac auf. Der Präsident der Ländlichen Reiter und Fahrer Herbert Gugganig übernahm die Ehrung von Alois Kaltenböck und machte in seiner Ansprache die Wertigkeit einer Veranstaltung wie dem Bundeschampionat klar.
Zuvor stellten sich die Bundestuten noch dem Urteil der Richter. Die besten Stuten wurden für das morgige Finale selektiert. 

Jungstuten 3 jährig Kopie
Jungstuten 4 jährig

 

Der erste Championats-Tag fand in der von Bernd Moser mit viel Liebe zum Detail gestalteten Rider-Breeder-VIP-Lounge seinen stimmungsvollen Ausklang.


Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier


 

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